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Glättetechnik
Schon
in der Antike galt eine Glättetechnik als höchste ästhetische
Vollkommenheit der Wandgestaltung. Vollkommen glatte, farblich strukturierte
und auf Hochglanz polierte Wandflächen.
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Die
Ursprünge dieser zur Zeit so gefragten Technik liegen in Italien.
Während der Freilegung von Pompeji entdeckte man Relikte solch
kostbarer Wandflächen, geschaffen aus Kalk,
ein seit Jahrtausenden bewährtes Material, mit ökologisch
unbedenklichen Eigenschaften wie z. B. einer hohen Dampf-diffusionsfähigkeit.
Die Geschichte der Gättetechnik ist deshalb auch eine Geschichte
des Kalks.
In heutiger Zeit wird diese Technik auch mit Spachtelmassen auf
Dispersions-, oder Acrylbasis ausgeführt. Diese aber sind mit
der traditionellen, wie beispielsweise der venezianischen Glättetechnik,
nicht zu vergleichen, denn nur die auf Kalk basierende Variante
entfaltet jenen einzigartigen Charakter aus Marmorglanz und Tiefenlicht.
Der Grund dafür hängt mit
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dem sehr hohen Lichtbrechungsindex des Kalks zusammen, der von keinem
anderen Material erreicht wird.
Voraussetzung für eine Glättetechnik ist ein vollkommen
glatter, alkalischer Kalk-, oder Zementputz. Gipsputze sind dagegen
ungeeignet. Die Spachtelmassen werden dabei in drei bis acht Lagen
aufgetragen, poliert und anschließend zum Schutz mit einer
Wachsschicht überzogen. Die Anwendungsbereiche sind sehr vielseitig
und befriedigen höchste ästhetische Ansprüche. Die
marokkanische Variante, der Tadelakt, findet inzwischen auch in
Europa seine Anhänger.
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